Warum professionelle Bestandshalter im Wohnungsmarkt an Bedeutung gewinnen
Steigende Baukosten, regulatorische Unsicherheiten und hohe Modernisierungsanforderungen verändern das Investitionsumfeld für Wohnimmobilien grundlegend.
Die aktuelle PwC-Befragung „Wohnungsmangel in den Ballungszentren: die Folgen für den Arbeitsmarkt“ zeigt deutlich, unter welchem Druck private Vermieterinnen und Vermieter derzeit stehen. Steigende Baukosten, hohe Modernisierungsaufwände und regulatorische Unsicherheiten erschweren Investitionen in Bestandsimmobilien erheblich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an professionelle Marktteilnehmer.
Diese Entwicklungen berühren auch die Frage, wie und mit wem Investitionen in Bestandswohnimmobilien heute sinnvoll möglich sind. Für professionelle Bestandshalter bedeutet diese Entwicklung, dass Erfahrung, strukturierte Prozesse und ein langfristiger Investmentansatz zunehmend an Bedeutung gewinnen. Primus Valor ist seit vielen Jahren auf dieses Marktsegment spezialisiert.
Hohe Kosten und unklare Regelungen belasten private Eigentümerinnen und Eigentümer
Laut PwC-Erhebung berichten 84 Prozent der befragten privaten Vermieterinnen und Vermieter, dass steigende Baukosten ihre Ausgaben für Modernisierung und Instandhaltung erheblich erhöhen.
Auch die energetische Sanierung stellt private Eigentümer vor Herausforderungen: 76 Prozent geben an, dass Planungen durch unklare Vorgaben, etwa im Zusammenhang mit dem Gebäudeenergiegesetz, erschwert werden.
Hinzu kommt eine wachsende Unsicherheit rund um die Mietregulierung.
- 72 Prozent der Vermieterinnen und Vermieter empfinden die Rahmenbedingungen als hinderlich für Investitionen.
- Viele sehen kaum Möglichkeiten, steigende Kosten auszugleichen.
Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass viele private Eigentümerinnen und Eigentümer zunehmend an organisatorische und finanzielle Grenzen stoßen.
Marktunsicherheit verstärkt den Rückzug privater Anbieter
Laut PwC denkt inzwischen jede zweite Eigentümerin oder jeder zweite Eigentümer über den Verkauf nach. In Berlin sind es sogar 64 Prozent. Hintergrund sind unter anderem politische Diskussionen, beispielsweise zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen.
PwC-Experte Harald Heim ordnet die Situation wie folgt ein:
Renditen in Deutschland, 2012 – 2025

Quelle: Value Marktdatenbank (inserierte Mieten), Deutsche Bundesbank
Trotz durchschnittlich niedriger Mietrenditen in Deutschland (häufig <4%) bieten sich für professionell gemanagte Portfolios gezielte Chancen: Primus Valor sucht selektiv Immobilien und Portfoliopositionen, die durch aktives Asset Management, Skaleneffekte und indirekte Investitionsstrukturen höhere Renditepotenziale (bis >6%) realisieren können.
Diese Entwicklung verdeutlicht zweierlei:
- Der Markt wird anspruchsvoller und komplexer.
- Die Entwicklung spricht dafür, dass erfahrene Bestandshalter mit etablierten Prozessen unter den aktuellen Rahmenbedingungen Vorteile bei der Bewirtschaftung und Weiterentwicklung von Wohnimmobilien haben können.
Warum professionelles Bestandsmanagement jetzt wichtiger wird
Im Kern der PwC‑Analyse steht eine strukturelle Herausforderung: Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch – besonders im Segment bezahlbares Wohnen – doch viele private Vermieterinnen und Vermieter sehen sich nicht mehr in der Lage, ihre Immobilien wirtschaftlich und planungssicher weiterzuführen.
Professionelle Bestandshalter verfügen über eingespielte Prozesse für Modernisierung und energetische Sanierung, beobachten regulatorische Entwicklungen kontinuierlich und können Immobilien langfristig entwickeln, bewirtschaften und wirtschaftlich weiterentwickeln.
Gerade in einer Phase, in der private Eigentümerinnen und Eigentümer vermehrt aus dem Markt ausscheiden, rücken strukturierte Investmentprozesse, professionelles Asset Management und langfristige Strategien stärker in den Fokus.