Warum Wohnimmobilien für Privatanleger weiterhin ein relevanter Sachwert bleiben
Gordon Grundler im Interview im Fachmagazin „finanzwelt“
Für Privatanleger spielen Wohnimmobilien weiterhin eine wichtige Rolle. Sie gelten als stabiler Sachwert, der Substanz, laufende Erträge und Elemente des Inflationsschutzes verbindet. Die im Magazin Finanzwelt 01/2026 veröffentlichten Einschätzungen von Gordon Grundler, Vorstand der Primus Valor AG, zeigen, warum Wohnimmobilien gerade jetzt eine relevante Anlageoption bleiben und welche Faktoren für Anleger entscheidend sind.
Marktentwicklung: Stabilisierung und neue Orientierung für Anleger
Nach Phasen der Preis- und Zinsanpassungen haben sich viele Teilmärkte stabilisiert. Besonders die Mieten wirken stützend, da die Nachfrage nach Wohnraum hoch bleibt und der Neubau weiter hinter dem Bedarf zurückliegt. Finanzierungen sind planbarer geworden, wodurch Privatanleger wieder mehr Orientierung erhalten.
Wichtige Faktoren für Investmententscheidungen im Segment Bestandsimmobilien:
- Vermietbarkeit und Mikrolage
- Objektzustand
- klare Modernisierungs- und Energiepfade
- langfristiger Anlagehorizont
Was Wohnimmobilien für Privatanleger attraktiv macht
Viele Anleger suchen nach stabilen, realwertorientierten Investments. Wohnimmobilien bieten hierfür gute Voraussetzungen – insbesondere, wenn sie professionell bewirtschaftet werden. Durch Modernisierung, energetische Verbesserungen und aktives Vermietungsmanagement entstehen zusätzliche Ertragsquellen, die über klassische Zinsanlagen hinausgehen.
Für Privatanleger in Deutschland besonders interessant:
- geringere Volatilität im Vergleich zu Aktien
- stabile oder steigende Mietnachfrage
- Zugang zu Immobilien über regulierte Fondsstrukturen
- breite Risikostreuung statt einzelner Objekte
Primus-Valor-Ansatz: Bestandswohnraum gezielt entwickeln
Primus Valor setzt verstärkt auf Bestandswohnraum in Mittel- und Oberzentren, insbesondere im Segment bezahlbares Wohnen. Der Schwerpunkt liegt darauf, Potenziale durch Modernisierung, energetische Maßnahmen und aktives Management zu heben. Breite Streuung über viele Wohneinheiten sowie eine disziplinierte Auswahl sollen Risiken reduzieren und Erträge stabilisieren.
Der Ende Januar 2025 gestartete Fonds „ImmoChance Deutschland 14 Renovation Plus“ (ICD 14 R+) zeigt eine solide Entwicklung. Bereits früh konnten geeignete Objekte erworben und Anlegergelder zeitnah investiert werden. Ein Beispiel ist der Erwerb von 317 Wohneinheiten im Allgäu – einer Region mit stabilen Rahmenbedingungen und guter infrastruktureller Anbindung.
Ausblick: Realistische Erwartungen und langfristiger Fokus
Für 2026 wird ein Marktumfeld erwartet, das von Normalisierung geprägt ist. Die strukturelle Angebotsknappheit sollte die Mieten stützen, während Preisentwicklungen je nach Lage und Objektqualität variieren können. Für Anleger bedeutet dies: Selektive Investitionen und professionelles Management bleiben zentrale Erfolgsfaktoren.